Nachrichtenüberblick

Unter der Kategorie Nachrichtenüberblick finden Sie regelmäßig Artikel, Kommentare sowie Veröffentlichungen von anderen Medien. Neben einer Verlinkung werden die Artikel mit eigenen Kommentaren oder Hinweisen versehen.

Übersicht:

  1. Größte Anlandung von Panzern seit Kaltem Krieg erreicht Deutschland – Luftaufnahmen zeigen Ausmaß
  2. Aufruhr in Afghanistan: Video soll belegen, wie US-Soldaten wahllos auf Zivilisten schießen
  3. Trump beschreibt Verhältnis zu Kim plötzlich neu
  4. Trump will schnelleren Einsatz von Atomwaffen möglich machen – Moskau warnt vor Konsequenzen
  5. Trump soll Haiti und Teile Afrikas “Dreckslöcher” genannt haben
  6. Syrien: Wer steckt hinter den Drohnenangriffen auf russische Militärbasen?
  7. Hort des Schreckens
  8. “Gaza: An Inquest into Its Martyrdom”: Norman Finkelstein on the Many Lies Perpetuated About Gaza
  9. Von dubiosen Geschäften mit Islamisten und der Rolle Erdoğans und Putins
  10. Der Iranische Frühling kommt
  11. Die transatlantische Konkurrenz
  12. Solidarität sichtbar machen
  13. Betrug am Fiskus sehr viel größer
  14. Deutsche Bank verteidigt Boni-Erhöhung
  15. „Bild“-Medien lassen Flüchtlinge durch Deutsch-Tests fallen

Nachrichtenüberblick:

Größte Anlandung von Panzern seit Kaltem Krieg erreicht Deutschland – Luftaufnahmen zeigen Ausmaß

Ein weiteres Video der jüngsten Lieferungen an Militärgerät aus den USA in Bremerhaven zeigt auf, welches Ausmaß die Lieferungen haben. Zur Unterstützung der Operation „Atlantic Resolve“ wurden etwa 2.800 Ausrüstungsgegenstände des 3. Panzerbrigadekampfteams, der 4. US-Infanteriedivision, einschließlich 87 Panzern und 144 Bradley-Kampffahrzeugen, entladen. Der Konvoi wird anschließend nach Polen für die bevorstehende NATO-Übung gehen.

Quelle: RT Deutsch

Kommentar: Und so sollen Friedensmaßnahmen aussehen? Die Aufrüstung und Militarisierung der Nato schreitet unaufhaltsam voran. Das sind beängstigende Bilder.

Aufruhr in Afghanistan: Video soll belegen, wie US-Soldaten wahllos auf Zivilisten schießen

Das dreiminütige Video soll ein Zusammenschnitt vom Kampf der US-Truppen gegen den Islamischen Staat zeigen. Für kurze Zeit war es auf YouTube unter dem Titel “Happy Few Ordnance Symphony” (übersetzbar mit “Symphonie mit angenehm wenig Artillerie”) sichtbar, wurde dann aber wieder gelöscht. Im Hintergrund ist Musik zu hören und das Video ähnelt den Zusammenschnitten, die Truppen in ihren eigenen Reihen teilen, aufgenommen durch Helmkameras im Einsatz.

Quelle: RT Deutsch

Kommentar: Der freundliche Soldat von nebenan schießt wahllos auf Zivilisten. Der Krieg führt zu einer Entmenschlichung und sorgt dafür, dass Soldaten jegliche Empathie ablegen. So kommen auch solche Videos zustande.

Trump beschreibt Verhältnis zu Kim plötzlich neu

Harsche und persönliche Kommentare auf Twitter bezeichnete Trump als Teil einer breiteren Strategie. “Sie werden das bei mir häufiger erleben”, sagte er. “Und dann, auf einmal, ist jemand mein bester Freund. Ich könnte Ihnen 20 Beispiele geben. Sie mir 30. Ich bin ein sehr flexibler Mensch.”

Quelle: SPON

Kommentar: Was soll man dazu noch sagen? Täglich ein neue widersprüchliche Aussage von Trump. Es wäre zu begrüßen, wenn die beiden sich verstehen würden und sogar Frieden schließen würden. Allein der Glaube daran fehlt.

Trump will schnelleren Einsatz von Atomwaffen möglich machen – Moskau warnt vor Konsequenzen

Es ist zu erwarten, dass US-Präsident Donald Trump am 30. Januar im Zuge einer Rede zu seinen Präferenzen im Bereich der nationalen Sicherheit Stellung bezieht. Ohne eine Budget-Aufstockung, so das Pentagon, wird es nicht möglich sein, die Bestände an Atomwaffen zu modernisieren. Zu den Kosten gibt es bisher nur Schätzungen.

Quelle: RT Deutsch

Kommentar: Kein Tag vergeht allerdings auch ohne Negativmeldung über Trump.

Trump soll Haiti und Teile Afrikas “Dreckslöcher” genannt haben

Trump fragte den Teilnehmenden zufolge, warum so viele Menschen aus “shithole countries” in die USA kommen müssten. Der US-Präsident nannte die Länder also frei übersetzt: Dreckslöcher. Die “Washington Post” hatte zuerst darüber berichtet.

Quelle: SPON

Kommentar: Warum wohl, Herr Trump? Möglicherweise wegen den Kriegen in diesen Ländern? Wegen dem Klimawandel? Wegen Handelsabkommen, die den Menschen vor Ort ihre Lebensgrundlage nimmt?

Syrien: Wer steckt hinter den Drohnenangriffen auf russische Militärbasen?

“… Es ist ein seltsamer Zufall, dass ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs Poseidon mehr als vier Stunden lang in 7.000 Metern Höhe über dem Mittelmeer kreuzte, während Drohnen russische Militäreinrichtungen angriffen”, zitiert die russische Nachrichtenagentur eine Quelle aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Darüber hinaus spekuliert die namentlich nicht genannte Quelle über die Anforderungen, die ein solcher Drohnenangriff an die Milizen stellt.

Quelle: Telepolis

Hort des Schreckens

An diesem Jahrestag gibt es nichts zu feiern. Vor genau 16 Jahren wurde von Menschenhand in der Karibik ein Ort geschaffen, der für nicht wenige zur Hölle geworden ist. Es gilt, diesen Hort des Schreckens ins allgemeine Bewusstsein zu rufen, damit er keinen 17. Jahrestag mehr erlebt. Heute vor exakt 5.845 Tagen wurde im Rahmen des von den USA erklärten »Krieges gegen den Terror« durch die Überstellung des ersten Gefangenen zum US-Militärstützpunkt Guantanamo Bay Naval Base auf Kuba mit der Belegung des dort neu errichteten Internierungslagers begonnen. Was angesichts von Tausenden Entführten durch die CIA unter Präsident George W. Bush nicht schwerfiel. In der Formelsprache der US-Militärs laufen Lager und Stützpunkt unter dem Kürzel »GTMO« (Gitmo gesprochen).

Quelle: junge Welt

“Gaza: An Inquest into Its Martyrdom”: Norman Finkelstein on the Many Lies Perpetuated About Gaza

Israel faces a possible International Criminal Court war crimes probe over its 2014 assault on Gaza, which killed more than 2,100 Palestinians, including over 500 children. For more, we speak with Norman Finkelstein, author of the new book “Gaza: An Inquest into Its Martyrdom.” He is the author of many other books, including “The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Human Suffering” and “Knowing Too Much: Why the American Jewish Romance with Israel Is Coming to an End.”

Quelle: DEMOCRACY NOW!

Von dubiosen Geschäften mit Islamisten und der Rolle Erdoğans und Putins

“Vorsicht!”, drohte Recep Tayyip Erdoğan französischen Journalisten auf der Pressekonferenz anlässlich seines Staatsbesuchs in Paris. Ein Reporter des Senders France 2 hatte es gewagt, den türkischen Präsidenten nach Waffenlieferungen seines Geheimdienstes an Dschihadisten in Syrien zu fragen. “Was für Waffen, wovon redest du?”, antwortete Erdoğan. “Du redest wie ein Anhänger der Gülen-Bewegung, die das alles inszeniert hat, du solltest solche Fragen nicht stellen, die Leute sitzen deshalb in Haft.” Die Drohung mit einer Inhaftierung entspricht der aktuellen Behördenpraxis in der Türkei: Solche Fragen werden als Beihilfe zum Terrorismus eingestuft.

Quelle: Telepolis

Der Iranische Frühling kommt

Irans Revolte gegen das Regime begann am 28. Dezember 2017 in der Stadt Mashhad im Nordosten Irans. Mashhad ist die zweitgrößte Stadt des Iran nach Teheran. In Mashhad ist der achte schiitische Imam (Imam Reza) begraben, so dass die Stadt das Hauptpilgerziel für die Schiiten im Iran ist.

Quelle: Telepolis

Die transatlantische Konkurrenz

Außenminister Sigmar Gabriel dringt auf verstärkte PR-Maßnahmen zur Vorbereitung der Bevölkerung auf eine aggressivere deutsche Weltpolitik. Das Auswärtige Amt entsende bereits Personal “in die Schulen und Universitäten”, um die Berliner Außenpolitik zu “erklären”, teilte Gabriel kürzlich in einer Rede vor Außenpolitik-Experten mit; es werde nun unter anderem “die Zahl unserer Kanäle in den sozialen Medien” erweitern. Auch sollten Unternehmer und Betriebsräte den Beschäftigten Sachverhalte von außenpolitischer Bedeutung vermitteln. Hintergrund ist das deutsche Bestreben, weltpolitisch eine eigenständige Stellung einzunehmen und dabei stärker in Konkurrenz zu den USA zu treten. Der teilweise schroff mit deutschen Interessen kollidierende Kurs der Trump-Administration wird dabei in Berlin zunehmend als ein Schwenk von Dauer eingeschätzt: In Washington nehme man die EU immer stärker “als Wettbewerber und manchmal sogar als Gegner wahr”, bestätigt Außenminister Gabriel. Man müsse künftig öfter nicht auf “Werte”, sondern auf Stärke setzen.

Quelle: German-Foreign-Policy.com

Kommentar: Gabriel benutzt ein Vokabular, dass es einem nur eiskalt den Rücken runterläuft. Die SPD scheint voll auf Aufrüstung und Militarismus zu setzen. Was würde wohl Willy Brandt dazu sagen? Die Geschichte hat schon oft genug gezeigt, dass solche Bestrebungen stets in die Katastrophe geführt haben. Die Sozialdemokratie macht sich mit jedem Tag mehr und mehr überflüssig.

Solidarität sichtbar machen

Beobachtet man die Debatten der jüngsten Vergangenheit, so kommt das Gefühl auf, dass wir uns mehr und mehr von einem hilfsbereiten, empathischen und solidarischen Miteinander verabschieden. In der Bundesrepublik hat sich der mediale und politische Sprachgebrauch in den letzten Jahren verschärft. Man spricht von »Flüchtlingswelle« und »Flüchtlingskrise«, wodurch den Menschen die Individualität abgesprochen und damit auch ihr Leid relativiert werden soll. Es soll der Eindruck erweckt werden, dass von den Geflüchteten, das heißt von den sogenannten Fremden, eine Gefahr ausgehen würde, die gesetzlich abgewehrt werden müsste. Dieses Muster ist nicht neu. Schon im Ausländergesetz wurde als »Sonderpolizeirecht« das Recht von Menschen auf Bewegungsfreiheit und Familiennachzug eingeschränkt. In den 1960er Jahren konnte eine Person abgeschoben werden, wenn ihr Beischlaf mit einer Deutschen vorgeworfen wurde. Solche Gesetze und Debatten erzeugen eine Kategorie von Menschen zweiter Klasse, deren Rechte missachtet werden und für die die grundgesetzlich verbriefte Unantastbarkeit der Menschenwürde nicht gelten soll.

Quelle: junge Welt

Betrug am Fiskus sehr viel größer

Bei den sogenannten Cum-Ex-Geschäften haben sich Banken, Aktienhändler und Anleger über Jahre hinweg Steuern erstatten lassen, die sie nie gezahlt haben. Die Geldinstitute und deren Partner haben nach Ansicht der Ermittler dabei den Fiskus jahrelang und systematisch getäuscht, um hohe Gewinne auf Kosten der Steuerkassen zu machen.

Quelle: Tagesschau

Deutsche Bank verteidigt Boni-Erhöhung

Die beiden stellvertretenden Vorstandschefs der Deutschen Bank, Marcus Schenck und Christian Sewing, haben sich in einem gemeinsamen Interview für höhere Bonuszahlungen ausgesprochen. “Wettbewerbsfähige Bezahlung ist für die Bank ein wichtiger Punkt”, sagte Sewing dem “Handelsblatt”.

Quelle: SPON

Kommentar: Es gibt Gesellschaftsschichten, die sich komplett vom realen Leben verabschiedet haben. Und dann wundert sich man tatsächlich noch darüber, dass innerhalb der Gesellschaft etwas gewaltig aus der Balance geraten ist? Eine solche Politik lässt sich dem normalen Bürger nicht mehr vermitteln.

„Bild“-Medien lassen Flüchtlinge durch Deutsch-Tests fallen

… könnte man ja meinen, dass „4 von 5 Flüchtlingen“ bei ihren Deutsch-Tests durchfallen.

So ist es aber nicht. Es sind nicht 80 Prozent, sondern deutlich weniger. Für „Bild“-Chefchef Julian Reichelt ist die falsche „BamS“-Zeile einfach nur „schlecht formuliert“. Für rechte und rechtsextreme Kräfte ist sie eine tolle Vorlage für ihre Stimmungsmache.

Quelle: Bildblog.de

Kommentar: Die Hetze der BILD-Zeitung ist einfach nur widerlich und führt dazu, dass das Klima mit solchen Falschmeldungen weiter vergiftet wird.

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