Nachrichtenüberblick

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Übersicht:

  1. Das größere Übel
  2. Vorläufig gerettet
  3. Auf Biegen und Brechen
  4. “Blindflug, Hypothek, Harakiri”
  5. Die Klimakatastrophe wird zum Regierungsprogramm
  6. Klima: 1,1 Grad wärmer als zum Beginn des Industriezeitalters
  7. Krieg gegen die Kurden mit deutschen Panzern
  8. Afrin: Erdogans Werk und Putins Beitrag
  9. Parität zwischen USA und Russland in Syrien? Der Schein trügt
  10. Uno-Sicherheitsrat tagt am Montag wegen türkischer Offensive
  11. The Islamic State Is the God That Failed in the Middle East
  12. Doppelte Moral

Nachrichtenüberblick:

Das größere Übel

Das war knapp! Nach einer Woche heftigsten Streits und einer leidenschaftlichen Debatte auf ihrem Parteitag in Bonn haben sich die Sozialdemokraten zu einem Ergebnis durchgerungen: Sie wollen weiter darüber verhandeln, ob sie noch einmal vier Jahre in eine Koalition mit der CDU und der CSU gehen. Eine für sie riskante Neuwahl ist damit erst einmal abgewendet. Sollten die 450.000 SPD-Mitglieder nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen ebenfalls Ja sagen, könnte kurz vor oder nach Ostern eine neue Bundesregierung stehen – ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl. Immerhin. Mehr aber auch nicht.

Quelle: ZEIT ONLINE

Vorläufig gerettet

Diese These versuchten auch andere aus der Parteiführung den Delegierten einzubläuen. Mit wenig Erfolg: Bei Schulz wie auch bei den Landeschefs aus Hamburg und Niedersachsen, Olaf Scholz und Stephan Weil, fiel der Beifall spärlich, ja fast pflichtschuldig aus.

Quelle: SPON

Auf Biegen und Brechen

Also alles in Ordnung soweit? Mitnichten. Dieser Parteitag in Bonn war kein gewöhnlicher Parteitag. Es gibt Sozialdemokraten, die den Streit um die Große Koalition als Sternstunde der innerparteilichen Demokratie verkaufen, und ja, richtig ist, dass die Debatte trotz aller Emotionalität nicht zur Grundsatzabrechnung mit einzelnen Personen geriet. Aber was sagt es über das Vertrauen in die eigene Führung, wenn die gesamte SPD-Spitze geschlossen für ihren Kurs wirbt und mit Ach und Krach die Hälfte der Delegierten davon überzeugen kann? Die Sozialdemokratie ist auch durch ihre Eseleien in den Wochen nach der Bundestagswahl zu einer Partei geworden, die aus zwei Hälften besteht. Nicht mehr Flügel trennen die Partei, die Spaltung verläuft jetzt zwischen oben und unten. Das ist die erste Erkenntnis.

Quelle: SPON

“Blindflug, Hypothek, Harakiri”

Die AfD bezeichnete die Entscheidung der SPD-Delegierten als “würdelos” und “unglaubwürdig”. Die Sozialdemokraten hätten sich nun entschieden, ihren “trudelnden Blindflug” in die Bedeutungslosigkeit fortzusetzen, sagte Parteichef Jörg Meuthen. Das Ziel der AfD, im Bund langfristig zweitstärkste Kraft zu werden, sei dadurch noch ein Stück näher gerückt. Dass die AfD-Fraktion durch eine Regierungsbeteiligung der SPD im Bundestag Oppositionsführerin werde, sei darüber hinaus “schön und bietet Chancen”.

Quelle: ZEIT ONLINE

Die Klimakatastrophe wird zum Regierungsprogramm

Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche sind genau genommen eine Katastrophe, im wahrsten Sinn des Wortes, die Klimakatastrophe wird zum Regierungsprogramm. Die Ignoranz grenzt schon an intellektueller Verweigerung. Ganz offensichtlich muss man sich nicht groß verbiegen, wenn man in den Ergebnissen der Sondierungsgespräche unter dem Punkt Klimaschutz die ursprüngliche Formulierung “das kurzfristige Ziel für 2020 wird aus heutiger Sicht nicht erreicht werden. Wir werden ein Maßnahmenpaket vereinbaren, mit dem die Lücke so weit wie möglich geschlossen und das Ziel am Anfang der 2020’er Jahre erreicht wird” umformuliert wird in: “Wir bekennen uns zu den Klimazielen 2020, 2030 und 2050. Die Handlungslücke zur Erreichung des Klimaziels 2020 wollen wir so schnell wie möglich schließen.”

Quelle: Telepolis

Klima: 1,1 Grad wärmer als zum Beginn des Industriezeitalters

Demnach wird der Rekord von 2016 gehalten. 2015 und 2017 waren ziemlich nah beieinander. In der Analyse des GISS ist 2017 etwas wärmer als 2015, in anderen, wie der des japanischen Wetterdienstes, hat 2015 knapp die Nase vorn. Das könnte daran liegen, dass die Mehrheit der Gruppen die polnahen Regionen wegen der geringen von dort vorliegenden Daten nicht berücksichtigen, das GISS aber sehr wohl.

Quelle: Telepolis

Krieg gegen die Kurden mit deutschen Panzern

KEINE WAFFENGESCHÄFTE MIT DER TÜRKEI! Im Krieg gegen die Kurden kommen gerade "Leopard"-Panzer des deutschen…

Posted by Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen on Sonntag, 21. Januar 2018

Quelle: Deutsche Friedensgesellschaft

Kommentar: Die Türkei führt einen brutalen Krieg gegen die Kurden – und wer hat ordentlich daran verdient? Na klar, natürlich Deutschland. Besser gesagt die deutsche Rüstungsindustrie. Das ist die gesamte Heuchelei der deutschen Außenpolitik. Und mit der nächsten GroKo wird sich auch nichts daran ändern.

Afrin: Erdogans Werk und Putins Beitrag

Den Luftraum über Afrin kontrolliert aber de facto Russland. Syrien ist längst aufgeteilt, filetiert in Einflusssphären, wobei Russland und der Iran westlich, die USA östlich des Euphrat ihre Claims abgesteckt haben. Rojava, die kurdische Selbstverwaltungsregion in Nordsyrien befindet sich somit sowohl in der amerikanischen, wie in der russischen Einflusssphäre. Afrin, wo vor kurzen noch russische Militäreinheiten stationiert waren, liegt im Einflussbereich Russlands.

Quelle: Telepolis

Parität zwischen USA und Russland in Syrien? Der Schein trügt

Russland und die USA haben „ein Wettrennen zwischen Militärbasen“ in Syrien gestartet, wie „Defense News“ schreibt. Nach Meinung des US-Online-Magazins will jede der Seiten ihre Präsenz in der Region ausweiten und asymmetrischen Bedrohungen standhalten.

Quelle: Sputnik

Uno-Sicherheitsrat tagt am Montag wegen türkischer Offensive

Der Uno-Sicherheitsrat wird sich offenbar am Montag in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage in Syrien beschäftigen. Das teilte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian am Sonntagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Quelle: SPON

The Islamic State Is the God That Failed in the Middle East

Among the revolutionaries there was a democratic trend that included liberal activists, nationalists, and Islamist groups willing to engage in the electoral process. Alongside the democrats was a violent, wildly utopian religious movement launched by groups like the Islamic State and Al Qaeda that tried to destroy Muslim societies and recreate them as a “caliphate” — an imaginary community where all the world’s Muslims would ostensibly live happily-ever-after under the rule of jihadis.

Quelle: The Intercept

Doppelte Moral

WIR SOLLTEN UNS IN DER IRANFRAGE NICHT DEN USA UNTERWERFEN!Liebe Freunde, die USA wollen neue Sanktionen gegen ihren…

Posted by Jürgen Todenhöfer on Sonntag, 21. Januar 2018

Quelle: Jürgen Todenhöfer

Doktorand in International Relations (Forschungsgebiet Migration & Europa) – Corvinus University of Budapest

Master in International Business – University of Economics Prague

Bachelor in Management & Europäische Sprachen – Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

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Über Sebastian Paul 28 Artikel
Doktorand in International Relations (Forschungsgebiet Migration & Europa) - Corvinus University of Budapest Master in International Business - University of Economics Prague Bachelor in Management & Europäische Sprachen - Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

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